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Tief in uns liegen zwölf große Königreiche direkt beieinander: Sie haben mit allerhand Chaos und Herausforderungen zu kämpfen. Zwar gibt es auch glückliche Zeiten, doch bleibt es nie lange dabei. Da kommen eines Tages einige Helden daher und bringen den Königreichen den Frieden.

Voraussetzungen

Ein original Essenz-Kartenset besteht aus 156 Karten.

Benutzt man ein herkömmliches (Skat, Poker) Kartenset, werden drei davon benötigt. Sie müssen sich auf der Rückseite (und am besten auch von der Vorderseite aus) als unterschiedliche Sets erkennen lassen.

Es ist theoretisch möglich, auch mit einer anderen Anzahl an Kartensets zu spielen. Das könnte interessant sein, wenn eine Gruppe sehr groß oder sehr klein ist.

Die Spielkarte(n)

Eine Spielkarte enthält eine Reihe von Informationen, die jeder Spieler zu deuten wissen muss. Sie gliedern sich in mehrere Bereiche. Eine genaue Liste aller Karten und ihrer Beschreibung findest du hier.

1.     Die Seiten

Jede Spielkarte hat eine Vorderseite (Gesicht, Aver) und eine Rückseite (Rücken, Rever)

2.     Das Blatt

In vielen anderen Spielen wird das Blatt als das Bild bezeichnet. Diese Bezeichnung ist aber irreführend, da auch die sog. Zahlenkarten dazugehören. Im Frieden-Spiel können folgende Angaben das Blatt sein: Ass, Zahlen von 1-10, Bube, Dame, König und Joker.

Im Original-Spiel gibt es evtl. keine Buben.

3.     Das Wappen

Dieses Symbol wird in vielen anderen Spielen als die Farbe bezeichnet, gemeint sind jedoch die Symbole Kreuz, Pik, Herz und Karo. Auch diese Bezeichnung ist irreführend, da viele Spielkarten auch mit unterschiedlichen Farben (rot, blau) dargestellt werden. Wir nenne sie deshalb Wappen.

Im Original-Kartenset gibt es statt den oben genannten vier insgesamt zwölf Wappen: Feuer, Wasser, Erde, Luft, Blitz, Donner, Geist, Seele, Zeit, Raum, Licht, Dunkelheit.

4.     Das Material

Relevant ist das Material nur in herkömmlichen Kartensets. Wenn mehrere verschiedene davon benutzt werden, müssen diese voneinander unterscheidbar sein (z.B. blau, rot(Rückseite), Gold Silber, Schwarze oder weiße Karten ). Diese Merkmale nennt das Spiel Material.

Im Original-Kartenset spielt das Material keine Rolle, da hier eine andere Unterscheidungsmöglichkeit greift.

5.     Das Königreich

In herkömmlichen Kartensets erhält man den Namen des Königreichs zu dem eine Karte gehört, durch sein Wappen und sein Material. Sollte man also blaue, rote und grüne Kartensets (auf den Rückseiten) benutzen, gäbe es zum Beispiel, das rote Pik, das Blaue Herz und das grüne Karo Königreich.

Im original Frieden-Kartenset, sind die Königreiche gleich den Wappen.

6.     Der Wert

Jede Spielkarte hat einen numerischen Wert, der im weiteren Spielverlauf eine wichtige Rolle spielen kann.

Joker = 0
Ass = 1
Zahlenkarten = der angezeigte Wert
Bube = 11
Dame = 12
König = 13

7.     Die Wirkung

Jede Karte kann eine bestimmte Wirkung im Spiel erzielen, wenn sie eingesetzt wird.

Sie können außerdem ‚erweitert‘ werden, indem man sog. Mehrlinge (also mehrere Karten des gleichen Blattes abwirft.

Sie können außerdem ‚verlängert‘ werden, indem der nächste Spieler, der dran ist eine Karte des gleichen Blattes abwirft.

Die (tiefere) Bedeutung

Die tiefere (geistige, spirituelle, energetische) Bedeutung jeder Spielkarte ergibt sich aus dem Königreich, seinem Blatt, seiner Kombination und Position. Eine Übersicht darüber gibt es weiter unten.

Die Positionen

Es gibt im Frieden-Spiel vier verschiedene Positionen, an denen sich eine Karte befinden kann:

Der offene Stapel/Haufen und der verborgene. Die offene Hand und die verborgene.

Auf den offenen Haufen werfen die Spieler ihre Karten ab. Sie liegen dabei auf dem Rücken, so dass immer gesehen werden kann, welche Karte liegt. Von dem verborgenen Haufen, der mit dem Gesicht auf dem Tisch in der Mitte liegt, kann immer nur die oberste Karte gezogen werden.  

Jeder Spieler hält die gezogenen Karten während des Spielverlaufs auf der verborgenen Hand. Andere Spieler dürfen diese nicht einsehen. Es dürfen maximal zwölf Karten auf der verborgenen Hand gehalten werden. Überschreitet ein Spieler diese Grenze, so muss jeder andere Spieler eine Karte aus seiner verborgenen Hand ziehen, bis er weniger als zwölf Karten auf der Hand hat.

Hat ein Spieler eine Straße von mindestens fünf Karten, so kann er diese auf die ‚offene Hand‘ legen. Das bedeutet er breitet sich auf dem Tisch vor sich für alle sichtbar aus.

Die Kombinationen

Es gibt mehrere mögliche Arten Karten miteinander zu kombinieren:

1.     Mehrlinge

Hat man von einem bestimmten Blatt mehr als nur eine Karte (z.B. 4 Neunen), nennt man diese Mehrlinge. Diese dürfen immer zusammen auf den offenen Haufen abgelegt werden.

2.     Straßen

Straßen sind lückenlose Abfolgen von mindestens fünf aufeinanderfolgenden Karten des gleichen Königreichs. Die einzige zulässige Reihenfolge lautet: Ass, 2,3,4,5,6,7,8,9,10, Bube, Dame, König.

Solange die Reihenfolge eingehalten wird, kann sie an beliebiger Stelle beginnen oder enden.

Könige und Asse können dabei ebenfalls direkt aneinandergelegt werden. Straßen müssen also nicht mit Königen enden, sondern können mit einem Ass fortgesetzt werden.

Eine Reihenfolge gilt nur als Straße, wenn alle Karten zum gleichen Königreich gehören (Wappen und Material müssen stimmen)

3.     Hof

Besitzt man Bube, Dame und König eines Königreiches, so nennt man dies den Hof.

Einen Hof darf man auf die offene Hand legen, obwohl es nur drei Karten sind, statt fünf. An den Hof darf aber nur angelegt werden, wenn sich daraus mindestens wieder fünf Karten ergeben.

Ziel des Spiels

Jeder Spieler versucht, seinen Einfluss auf das von Ihm gewählte Königreich so sehr zu vergrößern, dass er das ganze Reich befrieden kann. Dafür muss er alle zugehörigen Karten haben. Das bedeutet er benötigt die vollständige Straße vom Ass bis zum König.

Ist das Ziel erreicht, sagt er das Wort „Frieden“ und deckt alle Karten auf. Enthält diese Straßen Joker, wird sie auf der offenen Hand behalten, bis sie ausgetauscht wurden. Danach wird sie zu einem Stapel geformt und beiseitegelegt.

Es wird so lange gespielt, bis alle Königreiche befriedet wurden.

Beginn des Spiels

Bevor das erste Spiel beginnt, zieht jeder Spieler eine Karte. Der Spieler mit dem höchsten Kartenwert beginnt. Sollten mehrere Spieler den höchsten Wert haben, ziehen sie noch einmal, bis ein einzelner Spieler ermittelt wurde.

Gab es bereits zuvor ein Spiel, beginnt der Spieler, der am Ende des letzten Spieles die meisten Joker hatte. Sind mehrere Spieler gleichauf, wird der neue Beginner mit der oben genannten Methode ermittelt.

Wirkungen des letzten Spiels

Der Spieler, der im letzten Spiel als erstes einen Frieden geschaffen hat, darf dieses Mal dreizehn statt maximal zwölf Karten auf der verborgenen Hand halten.

Der Spieler, der als letztes einen Frieden geschaffen hat, darf in diesem Spiel nur elf statt sonst zwölf Karten auf der offenen Hand haben.

Ablauf des Spiels

Zum Vorbereiteten werden die Kartensets gemischt und als verborgener Stapel umgekehrt in die Mitte gelegt.

Im Folgenden kommt jeder Spieler innerhalb einer Runde genau einmal dran. Er kann sich dafür entscheiden nur eine von den folgenden drei Dingen zu tun (falls es technisch möglich ist).

  1. Er zieht eine Karte. Er kann dies von allen Positionen tun. Von den beiden Stapeln darf er jedoch nur die oberste Karte ziehen.
  2. Er legt eine Karte auf den offenen Haufen (Abwerfen, Ablegen)
  3. Er setzt aus.

Insiderhandel

Wird ein Spieler dabei erwischt, wie er einem anderen Spieler eine Karte unter der Hand zujubelt, wird die Karte um die es ging zurück in den verborgenen Haufen gesteckt.

Austausch

Wurde eine Straße auf der offenen Hand eines beliebigen Spielers mit einem Joker ergänzt, kann dieser jederzeit von jedem beliebigen Spieler mit der passenden Karte ausgetauscht werden.

Weitere Besonderheiten

Heißt ein Spieler Max oder Rene mit Vornamen, darf er keine Joker behalten. Er muss sie sofort an den Erfinder dieses Spiels abgeben.

Heist ein Spieler Lemmy, darf er nicht beim Spiel dabei sein, wenn gerade Dienstag ist.